Dienstag, 1. Dezember 2020

Rezension: Die Friedensmacher: Wie der Versailler Vertrag die Welt veränderte von Margaret MacMillan

 Das Ende des Ersten Weltkriegs führte zum Zusammenbruch von vier großen Reichen in Europa und zur ­folgenreichen Neuordnung des Kontinents  durch die Versailler Friedens­konferenz von 1919. Das Buch „Die Friedensmacher: Wie der Versailler Vertrag die Welt veränderte“ zeigt detailliert auf, vor welchen Herausforderungen die Sieger, allen voran die USA, England und Frankreich, standen. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich das Buch nicht nur auf Europa, sondern auf die Auswirkungen weltweit bezieht. Wer sich für die Geschichte der letzten 100 Jahre interessiert kommt an diesem Buch nicht vorbei.


5 von 5 Sternen

Ampelmann: vom Verkehrszeichen zur Kultfigur

Jeder, der schon einmal in Berlin war, kennt die kleinen süßen Ampelmännchen, doch was hat es mit dieser Kultfigur auf sich?  Auf 120 bildreichen Seiten wird die Geschichte dieser Figur beleuchtet, die sehr eng mit der Geschichte Berlins verknüpft ist.




Donnerstag, 19. November 2020

Rezension: Und mit mir die Dunkelheit von Daniel Leitner

 Was als blutiger Streich begann, wird bald schaurige Realität. Als ein Gruppe Jugendlicher die Familie der sechzehnjährigen Winter überfällt, beginnt ein Kampf ums Überleben, doch wer in dieser Nacht stirbt oder überlebt, entscheidet der Prophet.

„Und mit mir die Dunkelheit“ von Daniel Leitner ist ein Genre-Mix aus Horror und Thriller, leider konnte mich die Story nicht immer fesseln. Auf den ca. 250 Seiten wird die Handlung ziemlich schnell vorangetrieben. Hier hätte ich mir gewünscht mehr über die einzelnen Charaktere und deren Beweggründe zu erfahren. Ein weiterer Kritikpunkt, ist die Tatsache, dass das Buch nicht in Österreich spielt, wo Daniel Leitner wohl lebt. Ich finde es immer schwer, wenn Autoren ihre Handlung an fremden Orten spielen lassen, hier fehlt mir das Lokalkolorit.

Als ziemlich positiv empfand ich die vielen Wendungen und das Ende der Geschichte, nicht weil die Geschichte vorbei war, sondern weil das Ende auf einen zweiten Band hoffen lässt.


3,5 von 5 Sternen

Dienstag, 17. November 2020

Im Weltkrieg der Andern. Politischer Roman von E. Dannert 1925

Wir schreiben das Jahr 1925. Das Rheinland ist besetzt, während die Briten die besetzte Kölner Zone räumen und an das Deutsche Reich zurückgeben wollen, besetzen französische Truppen die Zone und verstoßen so gegen Abmachungen mit ihren ehemaligen Verbündeten. Schnell stellt sich heraus: Frankreich hat sich zusammen mit dem Völkerbund jahrelang auf dieses Szenario vorbereitet. Es entsteht ein neuer Weltenbrand, der anfangs hauptsächlich in Afrika ausgetragen wird, dann aber schnell auf den Rest der Welt übergreift.

Als ich von diesem Buch erfahren habe, musste ich es mir unbedingt im Antiquariat besorgen. Ich finde es interessant darüber nachzudenken: Was wäre gewesen, wenn…

Das Lesen war anstrengend, da der Text in Fraktur gedruckt wurde, außerdem ist die Sprache ist typisch für die Zeit um 1920. Als Leser bekommt man ein Gefühl für die Stimmung der „nicht immer goldenen Zwanziger“. Das Buch beschreibt die Sehnsucht der Deutschen nach der Rückgabe ihren Kolonien.

Ein interessantes Setting, das zeigt, wie Geschichte auch hätte verlaufen können. 


Achtung: Bei dem Cover zu meiner aktuellen Rezi handelt es sich um ein Buch, aus dem Jahre 1925 Das Cover entspricht der damaligen Zeit und deren Sichtweise. Diese Sichtweise spiegelt nicht meine Einstellung wider, ich will nur das Cover als Dokumentation und Vervollständigung meiner Rezi verwenden. Da Menschen das Cover verletzend oder verstörend finden könnten, zeige ich es nicht direkt

zum Cover


Freitag, 13. November 2020

Rezension: Der Anschlag von Stephen King

 Wir schreiben das Jahr 1963. Es ist der 22.November, 12:29 gleich werden zwei Schüsse den 35. Präsidenten der USA töten und die Geschichte für immer beeinflussen, doch was, wenn man dieses Geschehen ungeschehen machen könnte? Was wenn man die Möglichkeit hat, in den Verlauf der Zeit einzugreifen? Jake Epping hat diese Möglichkeit, doch die Vergangenheit will sich nicht verändern lassen und versucht alles Jake davon abzubringen.

Man kann Stephen King sicher vieles vorwerfen, was aber definitiv nicht dazugehört, ist die die Tatsache, dass er schlecht oder gar nicht recherchieren würde. Die Ereignisse vom 22. November 1963 haben mich nie besonders interessiert, aber durch das Buch habe ich sehr viel über diesen Tag, sowie über die Begleitumständen erfahren. Für sein Geld bekommt man nicht nur einen ein spannendes, sondern auch ein detailreiches, lehrreiches Buch rund um die Ereignisse am 22.November. Ich persönlich finde das Thema Zeitreise in Büchern sehr schwer umzusetzen, oft wirken die Geschichten zu sehr „gestellt“ und zu kitschig. King hat diese Problematik perfekt gelöst, was mich sehr überrascht hat.

Punktabzug gibt es in meinen Augen für die (Achtung Spoiler) Liebesgeschichte mit Sadie. Mit dieser zentralen Figur bin ich nicht warm geworden, auch die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchlebt, war für mich unglaubwürdig, Stichwort Napfkuchen.

„Der Anschlag“ von Stephen King ist spannend geschrieben zieht sich aber im Mittelteil ein wenig. Wer aber bis zum Ende durchhält, bekommt eine spannende Geschichte zur Geschichte geliefert.

4 von 5 Sternen



Rezension: Wer fürchtet sich vor Stephen King? von Uwe Anton

Das Buch „Wer fürchtet sich vor Stephen King“ gibt einen guten Einblick über die Entstehungsgeschichte der älteren Werke von Stephen King. Leider meint der Autor etwas zu gut und gibt den gesamten Inhalt der einzelnen Bücher wieder, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss, WENN man diese Werke bereits kennt. Was mir aber ziemlich gut gefallen hat, sind die Passagen, wo King auch kritisch beäugt wird im Bezug auf die Vermarktung und die Gewinnmaximierung seiner Bücher. Wer sich "fun facts" über den Meister des Horrors erhofft, wird wahrscheinlich enttäuscht werden, aber wer ein kleines, kompaktes Nachschlagewerk sucht, für den ist dieses Buch genau richtig.

3,5 Sterne

Freitag, 6. November 2020

Rezension: Liebes Kind von Romy Hausmann - Bloggerstory





Irgendwo in einem abgeschiedenen Wald nahe der tschechischen Grenze steht mitten im Wald eine fensterlose Hütte. Die junge Studentin Lena lebt dort mit ihren zwei Kindern sowie ihrem „Mann“, doch von Harmonie keine Spur, denn der Vater bestimmt die Regeln. Feste Zeiten fürs Essen, zum Lernen und zum Toilette gehen bestimmen den Alltag der Familie. Im Gegenzug versorgt der Mann die Familie mit Lebensmitteln und „Schutz“ vor den Gefahren, die draußen lauern. Eines Tages gelingt Lena und den Kindern die Flucht und der Albtraum beginnt von vorne.

In „Liebes Kind“ von Romy Hausmann ist nichts, wie es zu sein scheint. Zwar beginnt die Geschichte gut und spannend, man fühlt mit den einzelnen Protagonisten buchstäblich mit und fragt sich, wie war es und wie ist es wirklich, jedoch lässt die Spannung plötzlich nach. Es gibt es zu viele Wendungen, die die Geschichte unglaubwürdig und sogar nervig wirken lassen. Was anfangs wirklich ausgereift war, wirkte plötzlich plump und einfach. Auch das Ende hat mich ziemlich enttäuscht, aus einem Psychothriller wurde plötzlich ein Actionthriller, es stand plötzlich nicht mehr der „psychologische“ Machtkampf zwischen Entführer und Opfer im Vordergrund, sondern die pure Action. Wirklich schade für ein Buch, was so gut begonnen hat.

3, 5 von 5 Sternen